Die Akzeptanz psychosozialer Beratungsangebote – ob nun aus dem Regelsystem oder aus zivilgesellschaftlichem Engagement – sowie deren Umsetzung ist in hohem Masse vom Bildungsstand und der interkulturellen Kompetenz der betroffenen Geflüchteten abhängig. In der Regel arbeiten BeraterInnen in den Einrichtungen mit der Hilfe von DolmetscherInnen, greifen auf eine gemeinsam gesprochene Drittsprache zurück oder verständigen sich auf der Basis der deutschen Grundkenntnisse der Hilfesuchenden. Die erforderliche empathische Intensität in der Beziehung kann so in der Regel nicht erreicht werden. Eine muttersprachliche Beratung durch einen Berater oder eine Beraterin mit entsprechenden Kompetenzen erleichtert den Transfer geeigneter Bewältigungsstrategien massiv.

In einem Modellprojekt „muttersprachliche psychosozialer Beraterung zur prävention psychischer Erkrankungen“ – finanziert durch das MASGF – ging KommMit e.V. diesem Bedarf im Zeitraum Juli bis Dezember 2018 nach.