Modelle der unterstützenden Versorgung psychisch kranker Asylsuchender

Im Rahmen unseres Projekts:

Modelle der unterstützenden Versorgung psychisch kranker Asylsuchender

Veranstalten wir ein

Online-Seminar für Akteur:innen der gesundheitlichen Regelversorgung und Akteur:innen der psychosozialen Arbeit mit geflüchteten Menschen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt

 

Seminarreihe: Asylsuchende als Patient:innen: Herausforderungen und Lösungsansätze 

Teil 2: Einsatz von Sprachmittlung in der therapeutischen und psychiatrischen Behandlung geflüchteter Menschen – der/die 3. im Raum

 

Eine kostenfreie Veranstaltung von KommMit – für Geflüchete und Migrant:innen e.V./PSZ für Geflüchtete im Land Brandenburg und St. Johannis gGmbH/PSZ Sachsen-Anhalt für Migrant*innen

 

30.11.2022, 14.30-17:00 Uhr via Zoom

Anmeldefrist: 28.11.2022

 

Zielgruppe:

Akteur:innen der gesundheitlichen Regelversorgung und psychosozialen Arbeit mit geflüchteten Menschen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt

 

mit der Referentin:

Irena Petzoldóva, psychologische Psychotherapeutin (KommMit e.V.)

Sie ist langjährig therapeutisch tätig und ermächtigte Psychotherapeutin.

Moderation: Silke Finner, Dipl. Sozialpädagogin/ Traumafachberaterin/Projektkoordination

 

Zum Thema:

Trauma-Folgestörungen können chronisch werden, wenn sie unbehandelt bleiben und damit – neben dem individuellen Leid – sowohl Integrationshemmnisse als auch Belastungen für das Gesundheitssystem bilden.

Aber wie Behandeln, wenn die gemeinsame Sprache fehlt?

Viele Behandler:innen stoßen auf mangelnde organisationale Strukturen oder kämpfen mit den eigenen Unsicherheiten und Vorbehalten gegenüber der Arbeit mit Sprachmittler:innen.

In diesem Seminar wollen wir Lösungen suchen: wie kann eine gute Zusammenarbeit zwischen Sprachmittler:innen und Behandler:innen gestaltet werden, worauf ist zu achten.

Wie sollte ein psychosoziales, psychotherapeutisches und psychiatrisches Setting mit Sprachmittler:in gestaltet werden und welche Anforderungen sollte der/die Sprachmittler:in erfüllen.

Ziel ist es, den Teilnehmenden eine konkrete Vorstellung davon zu geben, wie eine Behandlung mit Hilfe von Sprachmittlung gelingen kann.

 

Inhalte:

14.30 – 14.45 Uhr Begrüßung und Einführung in das Thema

14.45 – 16.00 Uhr Kulturspezifisches Dolmetschen in Psychotherapie und psychologischer Beratung

– Migranten im Gesundheitswesen

– Psychologische Beratung vs. Psychotherapie

– Anforderungen an Setting, Dolmetscher, Therapeut

(Pause)

– Fallbeispiele

– Fragen und Diskussion

16.00 – 16.30 Uhr Finanzierung von Sprachmittlung? – ein Ausblick

 

Dieses Projekt wird durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union (AMIF), der UNO-Flüchtlingshilfe und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) kofinanziert

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Berichtvorstellung: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Potsdam am 11.10.2022

Vorstellung des Berichts und Podiumsdiskussion

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Wie kann eine spezialisierte psychosoziale Versorgung geflüchteter Menschen in Ostdeutschland gelingen?

KommMit e.V., PSZ Brandenburg, St. Johannis gGmbH, PSZ Sachsen-Anhalt und der Bundesverband der Psychosozialen Zentren für geflüchtete Überlebende von Krieg, Verfolgung und Folter (BAfF) laden Sie herzlich ein zur Vorstellung des Berichtes „Psychosoziale und psychiatrische Versorgung geflüchteter Menschen in den ostdeutschen Bundesländern 2022 – Eine Bestandsaufnahme“ mit anschließender Podiumsdiskussion.

Der Bericht entstand in den letzten 2 Jahren im Rahmen des Projekts „Modelle der unterstützenden Versorgung psychisch kranker Asylsuchender“ unter Mitwirkung von Akteur:innen aus Thüringen und Mecklenburg Vorpommern.

Zur psychiatrischen, psychotherapeutischen und psychosozialen Versorgung geflüchteter Menschen in den ostdeutschen Bundesländern existieren kaum aktuelle empirische Befunde. Dem gegenüber steht die praktische Erfahrung der Akteur:innen in der Beratung und Unterstützung von geflüchteten Menschen, dass nur wenige der bedürftigen Schutzsuchenden in der Regelversorgung ankommen. Ziel der Erhebungen war es daher, aktuelle Versorgungsbedingungen für geflüchtete Menschen in den ostdeutschen Bundesländern zu untersuchen sowie Hürden und Modelle guter Praxis aufzuzeigen.

Die Ergebnisse des Berichts stellen wir am

  1. Oktober 2022 zwischen 13.00 – 17.00 Uhr im Haus der Natur, Lindenstraße 34, 14467 Potsdam

 https://hausdernatur-potsdam.de/ueber-uns/anfahrt/

vor.

Begleitet wird die Vorstellung des Berichts von Inputs und einer Podiumsdiskussion zum Thema: Wie kann spezialisierte Versorgung psychosoziale Versorgung geflüchteter Menschen in Ostdeutschland gelingen?

bei der Politik, Verwaltung und Gesellschaft gemeinsam gefragt sind.

Den Programmablauf können Sie/Ihr der angehängten Einladung entnehmen.

Um Anmeldung wird gebeten unter psz-cottbus@kommmit.eu

 

Wir freuen uns auf Ihre/Eure Teilnahme!

 

Silke Finner (Projektkoordinatorin)     

Magdalene Schlenker (Projektkoordinatorin)                            

Lukas Welz (Geschäftsführer BAfF)

 


 

Achtung: neuer Termin

Online-Seminar für Akteur:innen der gesundheitlichen Regelversorgung und Akteur:innen der psychosozialen Arbeit mit geflüchteten Menschen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt

Seminarreihe: Asylsuchende als Patient:innen: Herausforderungen und Lösungsansätze 

Teil 1: Anforderungen an qualifizierte ärztliche Bescheinigungen im Asylverfahren bei Vorliegen einer psych. Erkrankung

Eine Veranstaltung von KommMit – für Migranten und Flüchtlinge e.V./PSZ für Flüchtlinge im Land Brandenburg und St. Johannis/PSZ für Migrantinnen und Migranten in Sachsen-Anhalt

12.09.2022, 17.00-19:30 Uhr via Zoom

Anmeldefrist: 08.09.2022

Das Online-Seminar ist kostenlos

CME-Punkte sind bei der Berliner Ärztekammer beantragt

Organisator: Silke Finner, Dipl. Sozialpädagogin/Projektkoordination                                              

Wissenschaftliche Leitung: Dr. med. Basel Allozy, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Systemischer Coach und Supervisor DGSF, TFP / KIP / EMDR

Zielgruppe:

Akteur:innen der gesundheitlichen Regelversorgung und psychosozialen Arbeit mit geflüchteten Menschen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt

mit den Referent*innen:

Rechtsanwältin Carolin Helmecke, Dresden, selbständig

Rechtsanwältin Carolin Helmecke ist seit 2016 selbständig v.a. im Asyl- und Aufenthaltsrecht in Dresden tätig. Sie absolvierte 2019 erfolgreich den Fachanwält:innenkurs zum Migrationsrecht des Republikanischen Anwält:innenvereins und berät ehrenamtlich Ratsuchende. Seit 2018 ist sie als Dozentin u.a. für den Paritätischen Sachsen im Migrationsrecht tätig. Im Sommer 2021 gründete Rechtsanwältin Helmecke gemeinsam mit Mitstreiter:innen einen Fachaustausch zur Gesundheitsversorgung Geflüchteter und zu ärztlichen Stellungnahmen in Sachsen.

Mitarbeiter:innen des PSZ Brandenburg: Dr. med. Basel Allozy, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (Wissenschaftlicher Leiter), Sören Schröder, Psychologe/Psychotherapeut i.A., Silke Finner, Dipl. Sozialpädagogin/ Traumafachberaterin/Projektkoordination

Mitarbeiter:innen im PSZ für Flüchtlinge des Landes Brandenburg mit teilweise langjähriger Erfahrung im Bereich der Erstellung von Stellungnahmen berichten aus der Praxis und geben Hinweise.

Programm

Ablauf:

17.00 – 17.10 Uhr          Begrüßung und Vorstellung des Projekts (Silke Finner, Dipl. Sozpäd., KommMit/PSZ)

17.10 – 17.40 Uhr          Rechtliche Grundlagen und Kriterien für Stellungnahmen (Rechtsanwältin Carolin Helmecke)

17.40 – 18.00 Uhr          Leitfaden zur Erstellung von Stellungnahmen (Sören Schröder, Psychologe, KommMit/PSZ)

18.00 – 18.20 Uhr          Beispiele aus der Praxis anhand von Urteilen (Silke Finner, Dipl. Sozialpädagogin, KommMit/PSZ)

18.20 – 18.40 Uhr          Diagnostik von häufig auftretenden Erkrankungen im Kontext von Flucht und Asyl – der ICD 11

                                           (Dr. med. Basel Allozy, KJ-Psychiater, KommMit/PSZ)

18.40 – 19.15 Uhr          Fragen, Austausch und Diskussion

19.15 – 19.30 Uhr            Evaluation und Ausblick

Zum Thema:

Die Lebenswirklichkeit von Patient:innen, die sich im Asyl- oder Aufenthaltsverfahren befinden, unterscheidet sich eklatant von der Lebenswirklichkeit der Patient:innen mit deutscher Staatsbürgerschaft.

Wir wissen, dass geflüchtete Menschen aufgrund ihrer Fluchterlebnisse, den Fluchtursachen und der jahrelangen Ungewissheit psychisch schwer belastet sind und unter Traumafolgestörungen, Angst- und Panikstörungen leiden können. Verstärkt wird das durch eine häufig jahrelange anhaltende asyl- und aufenthaltsrechtliche Unsicherheit, das Erleben, dass ihre traumatisierenden Erlebnisse keine Anerkenntnis finden und einem damit hergehenden Verbleib in beengten Unterkünften.

Das Asyl- und Aufenthaltsrecht ist komplex. Oftmals besteht das Risiko, die Berechtigung für einen Aufenthalt in Deutschland nicht zu bekommen oder wieder zu verlieren. Und nicht jede Ausreisepflicht bedeutet, dass die betroffenen Personen keine Möglichkeiten mehr haben, in Deutschland zu bleiben. Es können unterschiedliche Duldungsgründe vorliegen oder Anhaltspunkte für einen neuen Asylantrag ergeben. Auch die Rechtmäßigkeit einer behördlichen Entscheidung kann sich über mehrere Monate oder sogar Jahre in der gerichtlichen Überprüfung befinden. Viele Menschen im Asyl- und Aufenthaltsverfahren benötigen daher häufig von den Behandler:innen einen Nachweis für ihr Leiden.

Psychiater:innen, psychiatrisch tätige Ärzt:innen, Psychotherpeut:innen, ob niedergelassen, stationär oder teilstationär, behandeln Patient:innen mit dem Ziel Symptome zu lindern und zu heilen, und werden dann mit der Bitte konfrontiert, für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, für die Ausländerbehörde oder das Verwaltungsgericht eine sogenannte qualifizierte ärztliche Bescheinigung auszustellen. Diese Bescheinigung richtet sich anders als im medizinischen Bereich üblich, nicht an andere Mediziner, und enthält Kriterien, die bei medizinischen Attesten in der Regel keine Rolle spielen. Die Anforderungen an eine Stellungnahme aus Sicht der Verwaltung unterscheidet sich von den Anforderungen an ärztliche Stellungnahmen bis dahin, dass sie sogar widersprüchlich erscheinen.

Ziel dieser Veranstaltung soll es sein den Akteur:innen rechtliche Grundkenntnisse zu vermitteln und einen Leitfaden an die Hand zu geben, um in diesem relativ aufwendigen Verfahren Handlungssicherheit zu gewinnen.

Wir gehen den Fragen nach: Wie gelingt eine gute Zusammenarbeit zwischen den Akteur:innen zur Erbringung eines solchen Nachweises? Was ist der rechtliche Rahmen, in dem solche Dokumente erstellt werden? Welche Kriterien müssen beachtet werden, damit eine Bescheinigung/Stellungnahme den gesetzlichen Anforderungen entspricht und für die Patient:in wirksam wird? Welche Auswirkungen haben die Diagnosen im Verfahren?


Eine Anmeldung erfolgt über https://eveeno.com/203538324

Datenschutzhinweise

1. Aufzeichnung:

Wir möchten die Veranstaltung gerne zu internen Dokumentations- und Weitertbildungszwecken aufzeichnen, jedoch nur die Referent*innen mit Bild, d.h. ohne Ihr Gesicht. Eine Teilnahme ist nur möglich, wenn sie dem zu Beginn des Seminars nach Aufforderung per Klick zustimmen.

2. Datenweitergabe an Förderer:

Für die Förderung der Veranstaltung haben wir die Auflage ihren Vor- und Zunamen sowie ihren Arbeitgeber und ihre Funktion auf einer Teilnehmerliste an unsere Förderer Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union (AMIF), die UNO-Flüchtlingshilfe und Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zur Erfolgskontrolle weiter leiten zu dürfen.

Datenweitergabe an die Ärztekammer Berlin:

Für die Anerkennung von Fortbildungspunkten werden Daten an die Ärztekammer Berlin weitergeleitet gemäß der Verordnung:  https://www.aekb.de/fileadmin/migration/pdf/09_RiLi-Fortbildungsordnung.pdf

Dieses Projekt wird durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union (AMIF), der UNO-Flüchtlingshilfe und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesischeOberlausitz (EKBO) kofinanziert

Gerne können Sie die Einladung an interessierte Kollegen und Kolleginnen weitergeben. 

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„Von der Unterbringung zum Wohnen: Verbesserung der Wohnsituation von Geflüchteten im Land Brandenburg“

14.06.2021, 14.00 bis 18.00 Uhr
Strategie- und Vernetzungstreffen via ZOOM
 
Die Veranstaltung wird organisiert vom Netzwerk Kooperation für Flüchtlinge in Brandenburg (KFB) und der Strategiegruppe Wohnen. Alle Informationen zum Programm befinden sich im Flyer (s.u.) und auf der KFB-Website: https://www.kooperation-für-flüchtlinge-in-brandenburg.de/
 
Das Leben in Gemeinschaftsunterkünften grenzt Geflüchtete gesellschaftlich, beruflich und sozial aus, gefährdet ihre physische und psychische Gesundheit und beeinträchtigt die Entwicklung von Kindern. Die aktuelle Pandemiesituation verdeutlicht die erhebliche Gesundheitsgefährdung für die Menschen in Massenunterkünften.
 
Im Rahmen der Veranstaltung möchten wir mit Ihnen Best-Practice-Strategien aus Brandenburg für eine neue Unterbringungspolitik diskutieren, die rechtlichen Möglichkeiten ausloten, Strategien entwickeln und eine Vernetzung der lokalen Akteure initiieren und weiter stärken. Eingeladen sind alle Interessierten und Engagierten, die sich auf lokaler Ebene für eine verbesserte Wohnunterbringung einsetzen möchten.
 
Eine Anmeldung mit Angabe der gewünschten Arbeitsgruppe und Landkreiszugehörigkeit ist bis 10.06.2021 unter folgendem Link möglich: https://eveeno.com/117608235. Den Link mit den Zugangsdaten übersenden wir Ihnen/Euch kurz vor der Veranstaltung via E-Mail.
 
Rückfragen zur Veranstaltung oder Anmeldung bitten wir Sie/Euch an veranstaltungen@kommmit.eu zu richten. Gerne können/könnt Sie/Ihr die Einladung und das Programm auch an Interessierte aus Ihren/Euren Netzwerken weiterleiten.