{"id":1619,"date":"2024-11-28T17:37:00","date_gmt":"2024-11-28T17:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kommmit.eu\/?p=1619"},"modified":"2026-04-30T17:38:49","modified_gmt":"2026-04-30T17:38:49","slug":"kuerzungen-bedrohen-psychosoziale-versorgung-fuer-gefluechtete-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kommmit.eu\/en\/kuerzungen-bedrohen-psychosoziale-versorgung-fuer-gefluechtete-menschen\/","title":{"rendered":"K\u00fcrzungen bedrohen psychosoziale Versorgung f\u00fcr gefl\u00fcchtete Menschen"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-align-center has-medium-font-size\">NEWS<\/h3>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">K\u00fcrzungen bedrohen psychosoziale Versorgung f\u00fcr gefl\u00fcchtete Menschen<\/h2>\n\n\n<div class=\"has-text-align-center wp-block-post-date\"><time datetime=\"2024-11-28T17:37:00+00:00\">28. November 2024<\/time><\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die K\u00fcrzungen der Mittel f\u00fcr die PSZ im Bundeshaushalt 2025 stellen eine ernsthafte Bedrohung f\u00fcr die psychosoziale Versorgung gefl\u00fcchteter Menschen in Deutschland dar. Die Bundesregierung hat die Mittel f\u00fcr die psychosozialen Zentren (PSZ) f\u00fcr das Jahr 2025 um fast 50 Prozent gek\u00fcrzt. Diese Entscheidung gef\u00e4hrdet nicht nur bestehende Versorgungsstrukturen, sondern versch\u00e4rft auch die ohnehin prek\u00e4re Situation vieler gefl\u00fcchteter Menschen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der aktuelle Haushaltsbeschluss der Bundesregierung sieht vor, die Mittel f\u00fcr die psychosoziale Versorgung Gefl\u00fcchteter drastisch zu reduzieren \u2013 von bisher 13 Millionen Euro auf nur noch 7 Millionen Euro.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urspr\u00fcnglich hatten die PSZ gehofft, dass diese K\u00fcrzungen bei der Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt am 14. November reduziert werden w\u00fcrden. Dieser Termin fand jedoch wegen des Bruchs der Ampel-Koalition nicht mehr statt. Ab Januar 2025 greift nun die vorl\u00e4ufige Haushaltsf\u00fchrung. Sollte der aktuelle Haushaltsbeschluss mit den drastischen K\u00fcrzungen die Grundlage f\u00fcr die Finanzierung im Jahr 2025 bleiben, m\u00fcssten viele psychosoziale Zentren ihre Arbeit erheblich einschr\u00e4nken. Ohne weitere politische Entscheidungen steht die Zukunft vieler psychosozialer Versorgungsangebote auf dem Spiel.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Psychische Belastungen durch Verfolgungs- und Fluchterfahrungen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Schutzsuchende, die nach Deutschland kommen, sind psychisch stark belastet. Die psychosozialen Zentren (PSZ) bieten diesen Menschen spezialisierte, multiprofessionelle Leistungen an, darunter psychologische, psychotherapeutische, sozialarbeiterische und rechtliche Beratungsangebote. Derzeit sind 48 PSZ unter dem Dach der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge und Folteropfer (BAfF) organisiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut dem&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.baff-zentren.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/BAfF_VB2024_web_01.pdf\">Versorgungsbericht 2024<\/a>&nbsp;der BAfF haben etwa 87 Prozent der gefl\u00fcchteten Menschen in Deutschland potenziell traumatisierende Erlebnisse wie Krieg, Verfolgung, Vertreibung oder Zwangsrekrutierung erlebt. Rund 30 Prozent leiden an Posttraumatischen Belastungsst\u00f6rungen sowie depressiven Erkrankungen. Ob und wie sich Gewalterfahrungen zu Traumafolgest\u00f6rungen entwickeln, h\u00e4ngt ma\u00dfgeblich von den Lebensbedingungen nach der Flucht ab. Trotz des enormen Bedarfs konnten die PSZ im Jahr 2022 nur 3,1 Prozent des potenziellen Versorgungsbedarfs abdecken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Drastische K\u00fcrzungen gef\u00e4hrden die Versorgung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr das PSZ Brandenburg haben die anstehenden K\u00fcrzungen gravierende Folgen: Die K\u00fcrzungen bedrohen zentrale Angebote f\u00fcr traumatisierte gefl\u00fcchtete Menschen, die dringend auf psychotherapeutische und psychosoziale Unterst\u00fctzung angewiesen sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die geplanten Einsparungen f\u00fchren dazu, dass Kolleg:innen, die diese wichtige Arbeit leisten, nicht im bisherigen Umfang weiterbesch\u00e4ftigt werden k\u00f6nnen. Noch mehr Menschen werden ohne die dringend ben\u00f6tigte Unterst\u00fctzung bleiben. Das erh\u00f6ht ihren Leidensdruck betr\u00e4chtlich, wird langfristig zu Chronifizierungen f\u00fchren und die Folgekosten von Behandlungen erheblich steigern.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die K\u00fcrzungen der Mittel f\u00fcr die PSZ im Bundeshaushalt 2025 stellen eine ernsthafte Bedrohung f\u00fcr die psychosoziale Versorgung gefl\u00fcchteter Menschen in Deutschland dar. 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