{"id":1679,"date":"2023-09-29T04:21:00","date_gmt":"2023-09-29T04:21:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kommmit.eu\/?p=1679"},"modified":"2026-05-01T04:23:02","modified_gmt":"2026-05-01T04:23:02","slug":"sammelunterkuenfte-sind-keine-loesung-aufruf-zum-kurswechsel-der-kooperation-fuer-fluechtlinge-in-brandenburg-zum-welt-habitat-tag-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kommmit.eu\/en\/sammelunterkuenfte-sind-keine-loesung-aufruf-zum-kurswechsel-der-kooperation-fuer-fluechtlinge-in-brandenburg-zum-welt-habitat-tag-2023\/","title":{"rendered":"\u201eSammelunterk\u00fcnfte sind keine L\u00f6sung!\u201d &#8211; Aufruf zum Kurswechsel der Kooperation f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge in Brandenburg zum Welt-Habitat-Tag 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-align-center has-medium-font-size\">PRESSEMITTEILUNG<\/h3>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">\u201eSammelunterk\u00fcnfte sind keine L\u00f6sung!\u201d &#8211; Aufruf zum Kurswechsel der Kooperation f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge in Brandenburg zum Welt-Habitat-Tag 2023<\/h2>\n\n\n<div class=\"has-text-align-center wp-block-post-date\"><time datetime=\"2023-09-29T04:21:00+00:00\">29. September 2023<\/time><\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Brandenburg, 29.09.2023 \u2013 Zum UN-Welttag des Wohn- und Siedlungswesens (Welt-Habitat-Tag) am kommenden Montag fordert die Kooperation f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge in Brandenburg (KFB) die Verbesserung der Wohnsituation f\u00fcr gefl\u00fcchtete Menschen in Brandenburg. Sie ruft Land und Kommunen zum Kurswechsel auf.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Gro\u00dfteil der gefl\u00fcchteten Menschen in Brandenburg ist in beengten Sammelunterk\u00fcnften ohne ausreichende Privatsph\u00e4re untergebracht. In der aktuellen Debatte wird dabei der Anschein erweckt, dieser Zustand sei allein auf den starken Anstieg von Neuankommenden zur\u00fcckzuf\u00fchren. Aus dem Blick ger\u00e4t jedoch, dass Schutzsuchende in vielen brandenburgischen Landkreisen und Kommunen bereits seit Jahrzehnten \u00fcberwiegend in zentralisierten Sammelunterk\u00fcnften untergebracht werden. Diese bevorzugte Praxis der Unterbringung belastet nicht nur die psychische Gesundheit der Menschen, die dort l\u00e4ngerfristig leben m\u00fcssen, sondern f\u00fchrt auch zu deren gesellschaftlicher Ausgrenzung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eJeder Mensch hat ein Recht auf menschenw\u00fcrdiges Wohnen. Das ist keine Luxusforderung, sondern ein grundlegendes Menschenrecht gem\u00e4\u00df Artikel 11 des UN-Sozialpakts\u201d, betont Vincent da Silva vom Fl\u00fcchtlingsrat Brandenburg. \u201eNicht der aktuell verst\u00e4rkte Zuzug, sondern die seit Jahren verfolgte Politik der ausgrenzenden Massenunterbringung hat zu den Unterbringungsproblemen gef\u00fchrt, die heute allseits beklagt werden. Ein grundlegender Paradigmenwechsel in der Unterbringungspolitik ist daher l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig\u201d, merkt da Silva an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Meinung der KFB gibt es dabei konkrete Ma\u00dfnahmen, die bereits kurzfristig Wirkung zeigen w\u00fcrden: So sollte beispielsweise am Modell einer flexibleren Unterbringungspolitik angekn\u00fcpft werden, wie sie bei der Aufnahme Schutzsuchender aus der Ukraine angewandt wurde. Dies entlastet die Kommunen, erleichtert die dezentrale Unterbringung und schafft dadurch viel effektiver angemessene Wohnverh\u00e4ltnisse. Die starren Verteilregeln auf L\u00e4nder und Kommunen sollten aufgeweicht werden, damit Schutzsuchende mit famili\u00e4ren oder sozialen Netzwerken von diesen profitieren k\u00f6nnen. Und f\u00fcr diejenigen, die eine passende Wohnung finden, sollte die Wohnsitzauflage mit sofortiger Wirkung aufgehoben werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ausgewogene Wohnungspolitik f\u00f6rdert soziale Gerechtigkeit<\/strong><br>F\u00fcr eine nachhaltige und tiefgreifende Verbesserung der Situation br\u00e4uchte es nach Ansicht der KFB dann aber zus\u00e4tzlich vor allem langfristig angelegte Ma\u00dfnahmen. \u201eEs ist dringend erforderlich, dass Bund, Land und Kommunen langfristig in den sozialen Wohnungsbau investieren, um menschenw\u00fcrdige Wohnverh\u00e4ltnisse f\u00fcr gefl\u00fcchtete Menschen sicherzustellen\u201d, fordert Lisa Schmidt von KommMit-PSZ, Projektkoordination der KFB. Die KFB ist davon \u00fcberzeugt, dass dies der ganzen Gesellschaft in Brandenburg und Deutschland insgesamt zugutekommen wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer knappe Wohnraum ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das nicht nur gefl\u00fcchtete Menschen betrifft. Eine ausgewogene Wohnungspolitik f\u00f6rdert soziale Gerechtigkeit und tr\u00e4gt zur Schaffung einer inklusiven und vielf\u00e4ltigen Gesellschaft bei. Davon profitieren letztlich alle Menschen\u201d, hebt Schmidt hervor. Die KFB appelliert daher an die Bundesregierung und die Landesregierung Brandenburgs, diesen dringenden Bedarf zu erkennen und entsprechende Ma\u00dfnahmen zu ergreifen. Die Sicherung angemessener Wohnverh\u00e4ltnisse f\u00fcr gefl\u00fcchtete Menschen ist nicht nur eine moralische Pflicht, sondern ein wichtiger Schritt hin zu einer gerechteren und solidarischen Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hintergrund:<\/strong><br>Die Kooperation f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge in Brandenburg setzt sich aus verschiedenen Organisationen zusammen, darunter<a href=\"https:\/\/kommmit.eu\/en\/\">\u00a0<u>KommMit \u2013 f\u00fcr Gefl\u00fcchtete und Migrant:innen e.V. <\/u><\/a>\u00a0(Projekttr\u00e4gerin),<a href=\"https:\/\/kirchenkreis-oberes-havelland.de\/\">\u00a0<u>Evangelischer Kirchenkreis Oberes Havelland<\/u><\/a>,<a href=\"https:\/\/www.lobetal.de\/\"><u>Hoffnungstaler Stiftung Lobetal<\/u><\/a>,<a href=\"https:\/\/estaruppin.de\/\">\u00a0<u>ESTAruppin<\/u><\/a>,<a href=\"https:\/\/www.kirche-wittstock-ruppin.de\/kirchenkreis-allgemein\/ev-kirchenkreis-wittstock-ruppin\/home.html\">\u00a0<u>Kirchenkreis Wittstock-Ruppin<\/u><\/a>, das<a href=\"https:\/\/www.b-tu.de\/fg-soziologie\/\"><u>Fachgebiet \u201eSoziologie f\u00fcr die Soziale Arbeit\u201d der BTU Cottbus-Senftenberg<\/u><\/a>\u00a0und der<a href=\"https:\/\/www.fluechtlingsrat-brandenburg.de\/\"><u>Fl\u00fcchtlingsrat Brandenburg<\/u><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Projekt \u201eVerbesserung der Aufnahmebedingungen f\u00fcr Schutzsuchende, Schutzberechtigte und vor\u00fcbergehend Schutzberechtigte in Brandenburg (VASiB)\u201d<strong>&nbsp;<\/strong>wird neben dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds, gef\u00f6rdert vom Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), dem Ministerium f\u00fcr Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV), der UNO-Fl\u00fcchtlingshilfe, der Diakonie Katastrophenhilfe, aidFIVE, der abriporta Stiftung, der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO).<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum UN-Welttag des Wohn- und Siedlungswesens (Welt-Habitat-Tag) am kommenden Montag fordert die Kooperation f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge in Brandenburg (KFB) die Verbesserung der Wohnsituation f\u00fcr gefl\u00fcchtete Menschen in Brandenburg. 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