{"id":1778,"date":"2025-03-13T05:01:00","date_gmt":"2025-03-13T05:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kommmit.eu\/?p=1778"},"modified":"2026-05-01T05:03:04","modified_gmt":"2026-05-01T05:03:04","slug":"nach-angriff-auf-gemeinschaftsunterkunft-in-stahnsdorf-zivilgesellschaftliche-organisationen-fordern-besseren-schutz-fuer-gefluechtete-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kommmit.eu\/en\/nach-angriff-auf-gemeinschaftsunterkunft-in-stahnsdorf-zivilgesellschaftliche-organisationen-fordern-besseren-schutz-fuer-gefluechtete-menschen\/","title":{"rendered":"Nach Angriff auf Gemeinschaftsunterkunft in Stahnsdorf: Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern besseren Schutz f\u00fcr gefl\u00fcchtete Menschen"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-align-center has-medium-font-size\">PRESSEMITTEILUNG<\/h3>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Nach Angriff auf Gemeinschaftsunterkunft in Stahnsdorf: Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern besseren Schutz f\u00fcr gefl\u00fcchtete Menschen<\/h2>\n\n\n<div class=\"has-text-align-center wp-block-post-date\"><time datetime=\"2025-03-13T05:01:00+00:00\">13. March 2025<\/time><\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Potsdam, 13.03.2025 &#8211; Der Fl\u00fcchtlingsrat Brandenburg, die Opferperspektive und KommMit\/PSZ Brandenburg verurteilen den Anschlag in der Nacht von Freitag auf Samstag auf eine Gemeinschaftsunterkunft im brandenburgischen Stahnsdorf auf das Sch\u00e4rfste. Die drei Organisationen sprechen den Bewohner*innen, den Mitarbeitenden und dem verletzten Mitarbeiter des Wachschutzes der Unterkunft ihre Solidarit\u00e4t aus und fordern, dass der Angriff z\u00fcgig, konsequent und umfassend aufgekl\u00e4rt wird.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Angriff in Stahnsdorf reiht sich in eine besorgniserregende Entwicklung ein, in der gefl\u00fcchtete Menschen in Brandenburg zunehmend rassistischen Anfeindungen, Hetze und Gewalt ausgesetzt sind. Doch der Anstieg rechtsextremer Gewalttaten f\u00fchrt in der Regel zu erschreckend wenig \u00f6ffentlicher Emp\u00f6rung und vor allem v\u00f6llig unzureichenden politischen Konsequenzen. Im Vergleich dazu erf\u00e4hrt der Angriff auf die Gemeinschaftsunterkunft in Stahnsdorf aktuell nicht geringe mediale und politische Aufmerksamkeit. Entscheidend ist nun, dass aus diesen ersten Reaktionen auch tats\u00e4chlich ein nachhaltiges Engagement f\u00fcr den Schutz aller in Brandenburg lebenden Menschen erw\u00e4chst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den direkten Gespr\u00e4chen vor Ort beklagen die Bewohner*innen gro\u00dfe Verunsicherung und konkrete Bef\u00fcrchtungen weiterer Gewalttaten. Insbesondere die dort lebenden Kinder \u00e4u\u00dfern gro\u00dfe Angst vor weiteren Angriffen. Auf der Seite der Verantwortlichen wird aktuell viel \u00fcber notwendige Verbesserungen der Sicherheitssituation vor Ort diskutiert, wie etwa durch angemessene Beleuchtung des Gel\u00e4ndes und die Bereitstellung eines ausreichenden Wachschutzes. Es gilt jedoch darauf hinzuweisen, dass die zentralisierte Unterbringung von schutzsuchenden Menschen ein viel grunds\u00e4tzlicheres Problem birgt, da diese durch ihre Stigmatisierung und symbolpolitische Aufladung vielfach zum Hassobjekt und zur Zielscheibe rechtsradikaler Angreifer werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht zuletzt zeigt der Angriff in Stahnsdorf einmal mehr, wie feindselige Narrative in der politischen und medialen Debatte \u00fcber Flucht und Migration als Steilvorlage f\u00fcr rechte Gewalt dienen. Die demokratischen Verh\u00e4ltnisse in Brandenburg werden damit zunehmend bedroht und zur Erosion gebracht. Institutionelle F\u00f6rderung von Empowerment gefl\u00fcchteter Menschen und von Demokratieprojekten sowie konkreter Ma\u00dfnahmen in der Bek\u00e4mpfung von Rassismus und rechter Gewalt sind daher unumg\u00e4nglich!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rola Saleh vom Fl\u00fcchtlingsrat Brandenburg erkl\u00e4rt: &#8222;Wir fordern eine unmissverst\u00e4ndliche und entschlossene Reaktion aus Politik und Gesellschaft. Rechtsextreme Gewalttaten d\u00fcrfen nicht relativiert oder verharmlost werden. Es braucht besseren Schutz f\u00fcr Gefl\u00fcchtete und ein deutliches gesellschaftliches Signal: Brandenburg duldet keine rassistische Gewalt!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hannes P\u00fcschel von der Opferperspektive erkl\u00e4rt dazu: &#8222;Jetzt ist der Moment, geschlossen gegen Rechtsextremismus und Rassismus aufzustehen. Wir rufen dazu auf, sich solidarisch mit allen von rechter Gewalt Betroffenen zu zeigen, aktiv f\u00fcr eine offene, menschenfreundliche Gesellschaft einzutreten und ein deutliches Zeichen gegen Hass und Hetze zu zeigen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sinja Tsai, Psychologin bei KommMit\/PSZ Brandenburg, betont: \u201eAngriffe wie der in Stahnsdorf verst\u00e4rken Angst und das Gef\u00fchl st\u00e4ndiger Bedrohung \u2013 vor allem bei Kindern. Wir m\u00fcssen rassistische Gewalt und ihre Folgen ernst nehmen und gezielt bek\u00e4mpfen. Nur durch konsequente Aufkl\u00e4rung und gesellschaftliche Solidarit\u00e4t k\u00f6nnen wir den Betroffenen Sicherheit und Schutz bieten.\u201c<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fl\u00fcchtlingsrat Brandenburg, die Opferperspektive und KommMit\/PSZ Brandenburg verurteilen den Anschlag in der Nacht von Freitag auf Samstag auf eine Gemeinschaftsunterkunft im brandenburgischen Stahnsdorf auf das Sch\u00e4rfste. 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