Projektlaufzeit: 01.11.2020 bis 30.09.2021

Gemeinsam entwickeln und praktizieren die PSZ Brandenburg und Sachsen-Anhalt in diesem AMIF-geförderten Projekt Modelle der die Regelversorgung unterstützenden psychosozialen und psychiatrischen Versorgung von Asylsuchenden und setzen sich für deren Implementierung in die gesundheitliche Regelversorgung ein.

Bisherigen Erfahrungen nach können Asylsuchende ihre spezifischen Erfahrungen und Belastungen im Rahmen der regulären Gesundheitsversorgung oftmals nur schwer geltend machen. Durch das Projekt wird die Inanspruchnahme der Regelversorgung durch die Zielgruppe vorbereitet und erschlossen.

Um das zu erreichen, gehen die Mitarbeitenden die Zielerreichung auf drei unterschiedlichen Ebenen an, die sich verzahnen:

  1. Die multiprofessionellen Teams identifizieren gezielt psychisch belastete und kranke Asylsuchende. Diese werden über Behandlungsmöglichkeiten im Regelsystem informiert und in der Wahrnehmung seiner Leistungen unterstützt. Sie erhalten wo nötig überbrückend, begleitend und nachsorgend psychosoziale, psychologische und psychiatrische Beratung und Betreuung.
  2. Es werden durch die Mitarbeitenden des Projekts Angebote an das Regelsystem gemacht, sich über die spezifischen Bedarfe und Bedingungen der Zielgruppe der Asylsuchenden als Patienten zu informieren und Erfahrungen auszutauschen.
  3. Im Rahmen eines Berichts soll die Situation der psychosozial-psychiatrischen Versorgung von Asylsuchenden in den ostdeutschen Bundesländern ermittelt und der Entwicklungsbedarf aufgezeigt werden. Dazu wird der Kontakt mit Entscheidungsträger:innen in Politik und Verwaltung gesucht.

Das Projekt bezieht sich grundsätzlich auf das ganze Bundesland. Hauptstandort ist Cottbus und erreicht werden sollen insbesondere auch die Städte und Landkreise Oder-Spree (einschl. EAE Eisenhüttenstadt), Frankfurt/Oder, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und Elbe-Elster.

Die Zielgruppen des Projektes sind in erster Linie Asylsuchende und darüber hinaus Akteure des Sozial- und Gesundheitssystems und Entscheidungsträger auf lokaler, regionaler und Bundesebene.

In dem Projekt arbeiten 1 Psychologin, 1 Psychologe, 1 Psychiater und 1 Sozialpädagogin (Sozialarbeit und Projektleitung) jeweils in Teilzeit in der praktischen Arbeit.

Seit dem 01.02.2021 ist das Projekt in neuen, größeren Räumlichkeiten in Cottbus zu finden. Es stehen Therapieräume und ein Gruppenraum zur Verfügung.

Ort:
KommMit e.V.
Lutherstr. 16 (Ladeneingang)
03050 Cottbus

 

Hier finden Sie den Projekt-Flyer zum Herunterladen.

 

Mitarbeitende und Kontakt:

Katharina Grief, Psychologin (Psychotherapeutin i.A.)
k.grief@kommmit.eu

Sören Schröder, Psychologe (Psychotherapeut i.A.)
s.schroeder@kommmit.eu

Dr. med. Basel Allozy, Psychiater KJPP
b.allozy@kommmit.eu

Silke Finner, Sozialarbeit/Projektleitung
0176 47319969 (+Signal)
s.finner@kommmit.eu

 

 

           

Das Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds AMIF finanziert und durch die UNO-Flüchtlingshilfe und die EKBO kofinanziert.