Es ist wichtig, dass Menschen mit Fluchterfahrungen möglichst bald nach ihrer Ankunft präventive psychosoziale und psychologische Beratung angeboten wird. Dabei sollen besonders vulnerable Personen identifiziert und speziell unterstützt werden. Dies mindert den subjektiven Leidensdruck, erleichtert die Integration und senkt die medizinischen und sozialen Folgekosten, die durch psychische und psychosomatische Erkrankungen entstehen – wie die Kosten für eine ambulante oder stationäre Behandlung.

Aufgrund von kulturell geprägtem Krankheitsverständnis, kulturell bedingter Stigmatisierung von Menschen, die psychologische Hilfe annehmen, und aufgrund von zeitlichen und ressourcenbeanspruchenden Integrationsprozessen werden Beeinträchtigungen durch traumatische Erlebnisse häufig erst nach Jahren als solche wahrgenommen und Unterstützung angenommen. Um diesen Prozess zu verkürzen und zu unterstützen, bedarf es Aufklärung über die Symptomatik und eines Normalisierungsprozesses.

Insbesondere wenn Betroffene in ihrem Alltag keine einfühlsamen Ansprechpartner*innen haben, finden sie aufgrund sprachlicher und kultureller Barrieren nur begrenzt Zugang zu Beratungsgesprächen und weitergehender psychosozialer Unterstützung. Hier will das PSZ Brandenburg mit einem niedrigschwelligen und interkulturell kompetenten Angebot helfen.

 

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