
Projekte
Psychosoziale Versorgung für Geflüchtete im Land Brandenburg
01.06.2026 – 31.12.2026
Menschen mit Verfolgungs-, Kriegs- und Fluchterfahrungen benötigen häufig psychosoziale, psychotherapeutische und psychiatrische Unterstützung. Erfahrungen von Gewalt, Unsicherheit und Flucht können langfristige psychische Belastungen verursachen. Gleichzeitig erschweren Sprachbarrieren, fehlende Informationen, gesellschaftliche Ausgrenzung und begrenzte Versorgungsangebote den Zugang zum regulären Gesundheitssystem.
Das Projekt „Psychosoziale Versorgung für Geflüchtete im Land Brandenburg“ unterstützt psychisch belastete und erkrankte geflüchtete Menschen, Migrant:innen und besonders Schutzbedürftige im Land Brandenburg. Ziel ist die Verbesserung der psychischen Gesundheit und der sozialen Integration von Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung.
Das Projekt wird von KommMit für Migrant*innen und Geflüchtete e.V. gemeinsam mit dem Verein für seelische Gesundheit und Menschenrechte (VGM) e.V. umgesetzt.
Projektmaßnahmen
1. Psychologische und psychosoziale Beratung und Betreuung
Die multiprofessionellen Teams identifizieren besonders schutzbedürftige Personen und ermitteln ihre Betreuungs-, Versorgungs- und Behandlungsbedarfe. Durch Einzel- und Gruppengespräche werden psychisch belastete Menschen psychosozial, psychologisch und sozialpsychiatrisch unterstützt und begleitet.
Die Angebote umfassen unter anderem:
- Anamnese und Diagnostik
- psychologische und psychosoziale Beratung
- Krisenintervention und Stabilisierung
- Psychoedukation
- psychosoziale Gruppenangebote
- psychosoziale Begleitung und Betreuung
- Vermittlung in die gesundheitliche Regelversorgung
- digitale und telefonische Beratung
- Sprachmittlung
- psychologische Stellungnahmen für Behörden und Gerichte im Asylverfahren
2. Regionale psychosoziale Beratungsstellen
Das Projekt arbeitet mit regionalen psychosozialen Beratungsstellen in Brandenburg. Die Standorte befinden sich in Barnim, Cottbus, Elbe-Elster, Frankfurt (Oder), Märkisch-Oderland, Oberhavel, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree, Potsdam, Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming.
Die Beratungsstellen arbeiten niedrigschwellig, mehrsprachig und kultursensibel. Die Teams bestehen aus Psycholog:innen, Sozialarbeitenden sowie sozialpsychiatrischer Fachkompetenz und werden durch Sprachmittler:innen unterstützt.
3. Netzwerk- und Gremienarbeit
Das Projekt arbeitet mit Unterkünften, Beratungsstellen, Kliniken, Psychotherapeut:innen, Tageskliniken, Institutsambulanzen, Gesundheitsämtern und weiteren regionalen Akteuren zusammen.
Die Teilnahme an Netzwerken, Arbeitsgruppen und Fachgesprächen unterstützt den fachlichen Austausch sowie die Verbesserung der psychosozialen Versorgung geflüchteter Menschen. Begleitet wird die Arbeit durch Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung für kultur- und sprachsensibles Arbeiten.
Förderer*innen

Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg (MASGZ)
