Kampagne: Sichere Häfen
Dieses Mal geht es um die Kampagne „Sichere Häfen“, ein Beispiel dafür, wie Kommunen Verantwortung übernehmen können, wenn staatliche Strukturen an ihre Grenzen stoßen.
Dieses Mal geht es um die Kampagne „Sichere Häfen“, ein Beispiel dafür, wie Kommunen Verantwortung übernehmen können, wenn staatliche Strukturen an ihre Grenzen stoßen.
Als Anfang 2022 Millionen Menschen vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, stand Europa vor einer großen Aufgabe: schnelle Hilfe, sichere Aufnahme – und die Frage, wo sollen die Menschen unterkommen? Die Antwort war die bisher nie angewandte EU-Richtlinie über den vorübergehenden Schutz (Richtlinie 2001/55/EG). Zum ersten Mal seit ihrer Einführung 2001 trat diese Regelung in Kraft – mit weitreichenden Folgen für die Wohnsituation ukrainischer Geflüchteter in Deutschland.
Seit 2017 engagiert sich SOLBRA e.V. in Ludwigsfelde mit einem Wohnprojekt für geflüchtete Menschen, das in Zusammenarbeit mit der lokalen Politik und Wohnungsbaugesellschaften realisiert wurde. Hierbei mietet der Verein Wohnungen an und untervermietet diese an geflüchtete Menschen. Diese Initiative zielt darauf ab, strukturelle Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt und eventuelle Vorbehalte der Vermieter:innen zu umgehen. SOLBRA e.V. fungiert als Hauptmieterin und gleichzeitig als Ansprechpartnerin sowohl für die Mieter:innen als auch für die Vermieter:innen.
Das Leverkusener Modell steht für die dezentrale Unterbringung geflüchteter Menschen in Privatwohnungen, in enger Nachbarschaft mit der lokalen Bevölkerung, im Gegensatz zur zentralen Unterbringung in Sammelunterkünften. Diese dezentrale Herangehensweise fördert eine „Gemeinwohlorientierung“, die sowohl Geflüchteten als auch Einheimischen zugutekommt.
Der Verein Palanca e.V. wurde als Ort des kulturellen Austauschs und der politischen Arbeit für Teilhabe und gegen Rassismus geschaffen. Die Gründung war eine Reaktion auf den Mord an Amadeu Antonio, der 1990 von Neonazis in Eberswalde getötet wurde. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet Palanca e.V. in verschiedenen Projekten für einen kulturellen Austausch in der Gesellschaft und setzt sich für einen antirassistischen und demokratischen Wandel der Region ein